Spatenstich für Gebäude an Weststraße

BEIM SYMBOLISCHEN 1. SPATENSTICH GRIFFEN (VON LINKS) BRAKES BÜRGERMEISTER MICHAEL KURZ SOWIE DER AUFSICHTSRATSVORSITZENDE HANS-JOACHIM BECKMANN UND GESCHÄFTSFÜHRERIN REGINA NEUKE VON DER WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT WESERMARSCH ZUR SCHAUFEL.
BILD: Nicolas Reimer

BRAKE/WESERMARSCH. (NR) Viel Wohnraum zu sozial vertretbaren Preisen – das hat sich die Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch seit jeher auf die Fahnen geschrieben. Es passte also perfekt ins Bild, dass am Donnerstag nach der Vorstellung der erfreulichen Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2020 der symbolische 1. Spatenstich für ein neues Projekt erfolgte. „Eine tolle Sache“, sagte Brakes Bürgermeister Michael Kurz.

Auf der etwas versteckten Baustelle in der Weststraße griff er gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Joachim Beckmann und Geschäftsführerin Regina Neuke von der Wohnungsbaugesellschaft zur Schaufel. Zwei Gebäude mit jeweils sechs Mietwohnungen entstehen hier, die im Dezember 2022 bezugsfertig sein sollen. Das Grundstück hatte die Stadt Brake verhältnismäßig günstig an die Wohnungsbaugesellschaft verkauft.

Effizienzhaus „40 plus“
Dass die Mietpreise allerdings trotzdem nicht an den niedrigen Bestandsdurchschnitt von 4,80 Euro (Stichtag 31. Dezember 2020) herankommen und bei rund acht Euro liegen werden, hat auch etwas mit der modernen Ausstattung zu tun. Ein Fahrstuhl, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, elektrische Rollläden, Fußbodenheizung: Die künftigen Mieter werden die Zeit daheim genießen und von geringen Heizkosten im KFW Effizienzhaus „40 plus“ profitieren. „Das ist alles klimafreundlich und nachhaltig“, berichtete Kurz.

Beim Blick auf die Jahresabschlusszahlen wurde ersichtlich, dass offenbar auch bei den Wohnungsbaugesellschaften nachhaltig gewirtschaftet worden war. Die Bilanzsumme der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 60,3 Millionen Euro, was einem Wachstum von 2,6 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2019 gleicht. Die Braker Wohnbaugesellschaft als Tochter, in der es ausschließlich Bestandsobjekte gibt, verzeichnete mit einer Bilanzsumme von 25,4 Millionen Euro einen geringen Rückgang von etwa 280 000 Euro. Der Bilanzgewinn betrug allein bei der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch rund 460 000 Euro.

Positiver Abschluss
„Die Prüfer haben uns attestiert, dass wir ordentlich gewirtschaftet haben. Und auch die Gesellschafter waren zufrieden“, sagte Beckmann. Dass die Dividendenausschüttung bei 4,00 Prozent lag, stellte laut Neuke „alle Beteiligten zufrieden“. Die Geschäftsführerin, die erst seit dem 1. Juli im Amt ist, erklärte weiter: „Dadurch konnten wir auch unseren Auftrag erfüllen, der nämlich nicht in hohen Dividenden liegt, sondern in einem ordentlichen Bestand.“

Die Anzahl der eigenen Wohneinheiten beider Gesellschaften betrug mit dem Ablauf des zurückliegenden Jahres insgesamt 3207. Um der starken Nachfrage nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser und barrierefreiem Wohnraum in der Wesermarsch nachzukommen, sind beide Gesellschaften aber natürlich weiter auf der Suche nach entsprechenden Flächen.

Modernisierung
Neben dem Bau neuer Objekte ist vor allem auch die Modernisierung älterer Bestandsobjekte ein großes Thema. Beckmann und Neuke hoben hervor, dass in den vergangenen Jahren besonders viel Geld in die energetische Modernisierung und beispielsweise neue Bäder floss.

Quelle: Nordwest-Zeitung, 24.September 2021